Das Thermoformen ist ein Verfahren zum Umformen thermoplastischer Kunststoffe.

Der Rohstoff

Das Ausgangsmaterial zur Herstellung von Werkstückträgern sind Kunststoff-Platten, die in einer speziellen Vorrichtung gestapelt, durch Saugnäpfe angehoben und automatisch einzeln der Thermoform-Maschine zugeführt werden.

Die Maschine

In einem unteren Bereich der Maschine befindet sich das Werkzeug. Die Kunststoff-Platte wird zwischen dem Werkzeug und einer Heizvorrichtung eingespannt.

Die Produktion

Das Erwärmen der Platte macht das Material formbar. Durch Erzeugung eines Vakuums wird sie über das Werkzeug gezogen. Zum Schluss muss der fertige Werkstückträger noch auf Mass gesägt, gefräst oder gestanzt werden.

Die Rahmenbedingungen

Thermoform-Werkzeuge werden meist aus Aluminium hergestellt. Sie müssen längst nicht den Belastungen eines Spritzgiess-Werkzeugs standhalten, können daher in kürzerer Zeit angefertigt werden und sind obendrein noch preisgünstiger. Im Thermoformen rechnen sich deshalb auch schon kleine Losgrössen.
 

  1. Erwärmungsprozess
    Eine Platte oder Folie aus thermoplastischem Kunststoff wird in einen Spannrahmen gespannt und durch eine geeignete Wärmequelle bis in den plastischen Bereich erwärmt.
  2. Beginn der Formung
    Ist die Platte aufgrund der Erwärmung verformbar, werden die Strahler zurückgefahren.
  3. Formung: Überdruck erzeugen
    Die Grundplatte und das Werkzeug werden angehoben. Eine Pumpe erzeugt einen Überdruck (Vorblasen).
  4. Formung: Vakuum erzeugen
    Die erwärmte Platte wird durch Luftdruck vorgedehnt und das Formwerkzeug an die vorgedehnte Platte herangefahren. Die Luft zwischen Werkzeug und Platte wird abgesaugt (Vakuum).
  5. Fertig!
    Der atmosphärische Aussendruck presst die weiche Platte derart an die Formwände, dass die Konturen genau wiedergegeben werden.

 

Einen Film zum Thermoformen finden Sie hier.