Diesen Service gibt es ohne Aufpreis, die Waren kosten nicht mehr als im Supermarkt. Der Erfolg dieses Konzepts beruht auf dem Zeitgewinn, denn der Verbraucher muss nun nicht mehr selbst die Marktabteilungen durchstreifen und sich an der Kasse anstellen. Heute stehen den Kunden aller Supermarktketten zusammengenommen bereits 2‘000 solcher Drive-in-Märkte zur Verfügung. Dabei werden mehrere Typen betrieben:

"Solo": In Versorgung und Funktion unabhängige Gebäude mit 3‘000 bis 5‘000 m2 Fläche und eigener Verkehrsanbindung.
"Adosse": An einen Markt angegliederte Drive-in-Station, jedoch mit eigenem Lager mit 1‘500 bis 2‘000 m2 Fläche.
"Picking magasin": Station mit lediglich 200 bis 400 m2 Abholbereich, die Bestellung selbst wird im Verbrauchermarkt zusammengestellt und vorbereitet.

Bei Eröffnung einer Drive-in-Abholstation werden die Bestellungen häufig noch in Caddies kommissioniert. Da die Anzahl der täglich zu kommissionierenden Bestellungen steigt, entstehen Probleme bei der Optimierung der Vorbereitungszeit und Lagerung der abholbereiten Bestellungen. Seit 2013 kooperieren die zwei marktführenden Labels, Leclerc und Intermarché, mit Utz, um eine Lösung zur Kommissionierung mittels verbindungsfähigen Transportrollern und passenden Kunststoff-Behältern zu entwickeln. Im Mai 2014 lief die erste Produktionsserie. Pro Drive-in-Markt kommen rund 150 bis 200 Roller und 1‘500 bis 2‘000 Boxen zum Einsatz.

Leclerc verfügt bereits über mehr als 400 Drive-in-Abholstationen. In den kommenden zwölf Monaten sollen mehr als 100 weitere Stationen folgen. Angesichts des rasanten Fortschritts des "Drive"-Konzepts wollen die beiden Einkaufszentralen (Galec für Leclerc und CEM für Intermarché) ein einheitliches Kommissionierungssystem einführen, das sowohl für die vorhandenen als auch die zukünftigen Drive-in-Abholstationen gültig sein soll.

 

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